Trauma Heimerziehung: Frist läuft bis Jahresende

Zwischen 1949 bis 1975 lebten etwa 700.000 bis 800.000 Kinder und Jugendliche in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen in der Bundesrepublik Deutschland. Viele ehemalige Heimkinder wurden traumatisiert. Der "Fonds Heimerziehung West" will Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in Heimen der Bundesrepublik untergebracht waren und noch heute an den Folgen erlittener Misshandlungen leiden, unterstützen. Auch wenn eine Minderung der Rentenansprüche aus dieser Zeit droht, kann der Fonds unterstützen. Erlittenes Unrecht soll durch die Errichter des Fonds - das sind der Bund, die westdeutschen Länder und die Kirchen - gesehen und anerkannt werden. Ein Rechtsanspruch besteht aber nicht.

Noch bis zum 31.12.2014 können sich Betroffene bei ihrer zuständigen Beratungsstelle anmelden. Sie bekommen dann einen Beratungstermin. Die Anmeldung kann schriftlich oder per E-Mail erfolgen. Adressen der Anlaufstellen finden Sie unter www.fonds-heimerziehung.de. Dort gibt es ausführliche Informationen zum Verfahren.


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