Der DFV an der Spree

Auch die Geschichte des Berliner DFV beginnt als „Bund der Kinderreichen“, so steht es im Vereinsregister. Datum der Eintragung ist der 21.04.1955. Da die Zahl der kinderreichen Familien in den kommenden Jahrzehnten tendenziell sank und auch kleinere Familien Unterstützung brauchten, nannte sich der Verband 1963 in den „Berliner Familienverband für junge und kinderreiche Familien“ um. 1975 schließlich erhielt er den Namen Deutscher Familienverband Berlin.

Omankowskys heller"Ideen hatte ich immer!"

Manfred Omankowsky hat den Berliner Familienverband stark geprägt. Der 87-Jährige erzählt lebendig aus seinem Leben, das eng mit der politischen Entwicklung Berlins verknüpft ist. Er arbeitete als Pressesprecher in Berlin-Reinickendorf und war freier Journalist beim „Stadtblatt“. Sein damaliger Chefredakteur war kein geringerer als Willy Brandt, der später als Bundeskanzler in die Geschichte einging. Er studierte auch politische Wissenschaft. Denn: „Wenn ich Politik mache, will ich es besser wissen!“

Als persönlicher Referent des Senators für Arbeit und Soziales kümmerte er sich um Flüchtlinge, die vor dem Mauerbau in den Westteil der Stadt kommen – genauso wie er versuchte, Menschen nach Berlin zu lotsen, als nach dem Mauerbau von heute auf morgen 60.000 Arbeitskräfte fehlten. Mit familienpolitischem Interesse und der demografischen Situation Berlins im Hinterkopf setzte er sich für junge Familien, aber auch für Senioren ein. In seinen Jahren als Stadtrat für Familie, Jugend und Sport gibt es Mitte der 60er Jahre viel zu tun. „Und Ideen hatte ich immer“, sagt Manfred Omankowsky. Seit 1971 ist er Mitglied im Deutschen Familienverband Berlin. Von 1974 bis 1977 und 1981 bis 1999 war er Landesvorsitzender des DFV Berlin. Als er 1975 gemeinsam mit Rudolf Charlier zum Präsidenten des DFV gewählt wird, beschließt er, den Landesvorsitz abzugeben.

BierdeckelDoch neben allem Engagement und vielen Erfolgen kämpft der Berliner Verband auch mit Schwierigkeiten. Das Familienhilfswerk e.V. – eine Schwesterorganisation des Berliner DFV - geht in Konkurs, drei von einem Bauträger gespendete, voll ausgestattete Kindertageseinrichtungen gehen aus seiner Hand zum Paritätischen Wohlfahrtsverband. Anfang der 80er Jahre schließlich steht der Berliner Verband vor dem Aus. Manfred Omankowsky übernimmt als Landesvorsitzender noch einmal das Ruder und versucht, die Krise zu meistern. Seine Kontakte zu Politik und Wirtschaft sind hilfreich dabei. Durch einen Senatszuschuss wird es schließlich möglich, die Geschäftsräume in der Genter Straße zu beziehen und eine Verwaltungsmitarbeiterin zu beschäftigen.

Schulden? Nein danke!

Ein Fokus des Berliner DFV liegt bald auf der Schuldnerberatung. Immer mehr und immer jüngere Menschen sind verführt, Dinge auf Pump zu kaufen. Am 1. Oktober 1984 beginnt die Beratungstätigkeit mit einem Sozialarbeiter und einer Halbtagsbeschäftigten. Wegen des großen Bedarfs sind nur drei Jahre später schon vier Sozialarbeiter und eine Verwaltungsangestellte beschäftigt. Heute gibt es in Berlin drei Beratungsstellen des DFV und der Verband kann stolz auf 30 Jahre Kompetenz und Hilfestellung in Sachen Schuldnerberatung zurück blicken.

Geld zhlen Ute SchwendtIm Mittelpunkt der Beratung stehen Gespräche über die persönliche Situation der Ratsuchenden. Es geht um den Umgang mit Geld und Krediten und konkrete „Schlachtpläne“, um aus der Schuldenfalle herauszukommen. Warum rutscht jemand in die Schuldenfalle? Die Gründe und die betroffenen Menschen sind ganz verschieden: Vom Schüler und seinem Handyvertrag über Selbstständige bis zum Rentner – DEN typischen Schuldner gibt es nicht. Zu den Ratsuchenden gehören Singles und Alleinerziehende ebenso wie Familien.

Damit es gar nicht erst zur Überschuldung kommt, geht der DFV auch in Schulen und Betriebe, um vor allem junge Menschen über Bedingungen, Hintergründe und Folgen von Finanzdienstleistungen zu informieren – bevor es zu spät ist. Heute beraten 17 Fachkräfte die Klienten. Jahr für Jahr werden Menschen mit Schulden in Höhe von knapp 100 Millionen Euro beraten und unterstützt.

Beratung, Bildung und Erholung

Der DFV Berlin hat natürlich auch neben der Schuldnerberatung viel zu bieten: Hier werden Familien in vielen Bereichen unterstützt und ernst genommen. Die Erziehungs- und Familienberatungsstelle hilft zum Beispiel, wenn es Konflikte in der Familie gibt. Gruppenangebote für Trennungskinder, multikulturelle Familien, Paare, die an sich arbeiten möchten oder Eltern, die das Thema Pubertät umtreibt – beim DFV finden sie Rat und Unterstützung. Wenn die Puste ausgeht und der Alltag droht, eine Familie zu sehr zu belasten, kann eine Mutter/Vater-Kind-Kur helfen, neue Kraft zu tanken. Der DFV hilft auch hier und unterstützt Familien bei der Antragstellung und Vermittlung einer Kur. 

Seminare und Kurse bieten die Möglichkeit, sich  zu verschiedenen Themen weiterzubilden: Was, wenn ein Streit immer wieder eskaliert? Wie können wir die Kommunikation untereinander verbessern? Mein Kind trotzt! Wie setze ich Grenzen? Darüber hinaus gibt es PEKiP-Gruppen und Bastelnachmittage. 

Spielplatzkids Warren GoldswainUnd wenn die Ferne lockt, geht der DFV auf Reisen! Im Sommer geht es nach Rerik an die Ostsee, an den Groß Väter See oder ins Erzgebirge zum Wandern. Die DFV-Reisebegleitung steht mit Rat und Tat zur Seite. Der Spaß ergibt sich von selbst: Tolle Natur, nette Familien und jede Menge Erholung! Für Familien mit besonders schmalem Portemonnaie gibt es die Möglichkeit, einen Zuschuss zu beantragen. Schauen Sie auf den Seiten des DFV Berlin vorbei oder rufen Sie an. Das Berliner DFV-Team unterstützt Sie gern! 

Übrigens: Ehrenpräsident Manfred Omankowsky wurde gerade für seine 40-jährige Mitarbeit in der Bürgermeister-Reuter-Stiftung und im Hilfswerk Berlin geehrt. Bei der Festveranstaltung im Funkturmrestaurant würdigten die Laudatoren vor allem Omankowskys Fähigkeit, Fragen nicht auszuweichen und immer genau hinzuschauen. Zu den Gästen gehörten unter anderen DFV-Ehrenpräsident Albin Nees und die Berliner Senatorin a.D. Ingrid Stahmer. 


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