Tipps für Familien

In dieser Rubrik veröffentlichen wir unregelmäßig Tipps für Familien aus allen Lebensbereichen. Schauen Sie doch mal rein und wenn Sie einen guten Tipp haben, der hier veröffentlicht gehört, dann schreiben Sie uns einfach: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Ihr Recht im Urlaub - Zehn Urteile

1. Wenn ich im Urlaub krank werde, darf der Arbeitgeber diese Tage nicht auf den Jahresurlaub anrechnen. Was passiert, wenn mein Kind im Urlaub krank wird? Kann ich den Urlaub nachholen?

Der Urlaub dient in erster Linie zu Erholungszwecken. Wird man in eben dieser Zeit krank, darf der Erholungsanspruch nicht auf den Jahresurlaub angerechnet werden. Der Urlaub kann also zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Wird das eigene Kind im Urlaub krank, sieht es aber anders aus. Das Arbeitsgericht Berlin hat entschieden, dass der Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Anrechnung hat. Die Richter urteilten, dass der Arbeitgeber mit der Freistellung von der Arbeit seiner gesetzlichen Pflicht nachgekommen ist. Was im Urlaub passiert, hat zunächst der Arbeitnehmer zu tragen, sofern er nicht selbst krank wird. Das Risiko, dass das Kind im Urlaub krank wird, trägt also der Arbeitnehmer. Er hat keinen Anspruch auf Anrechnung des Urlaubs zur späteren Verwendung.

Quelle: Arbeitsgericht Berlin – Az. 2 Ca 1648/10 v. 17.06.2010

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Filmtipp: Zwei Jungen und "Superman"

Bekas Filmplakat„Bekas“ ist ein Film, der lange nachwirkt. Er erzählt vom (Über)Leben zweier Waisen in Kurdistan. 1990 herrscht Saddam Hussein, Militär patrouilliert durch staubige Straßen, die sechs-und zehnjährigen Brüder Zana und Dana schlagen sich als Schuhputzer durchs Leben. Außer einem alten, blinden Vertrauten sind sie allein, sie werden häufig geschlagen, fast ausschließlich missachtet. Als sie durch ein Fenster in den Vorführraum einen Blick auf den Kinofilm „Superman“ erhaschen, fassen beide einen Entschluss. Sie wollen nach Amerika! „Superman“ soll sie erlösen, Saddam bestrafen und die toten Eltern zum Leben erwecken.

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Der DFV Baden-Württemberg wird 60!

Der Deutsche Familienverband Baden-Württemberg e.V. (DFV) feiert am 10. Mai 2014 sein 60-jähriges Jubiläum! Aus diesem Anlass wird zum großen Landesfamilientag in den Europapark Rust bei Freiburg geladen. Eine kleine Eröffnungsgala macht den Auftakt und danach steht der Tag zum Besuch aller Attraktionen im Europapark zur freien Verfügung. DFV-Mitglieder haben an diesem Tag freien Eintritt in den Park und zu den Erlebnisangeboten des Parks. Dafür hat der DFV ein tolles Jubiläumspaket geschnürt. Jede Familie erhält gegen einen Kostenbeitrag eine DFV-Tasche mit Geschenken, dem DFV-Jubiläumsbuch und der Eintrittsberechtigung für den EuropaPark.

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Was Familien wirklich brauchen

„Was Familien brauchen, wissen sie selbst am besten.“ So sieht es Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Familien sind aus seiner Sicht ein beliebtes Ziel der Finanzwirtschaft - in der Angebotsflut die Orientierung zu behalten, ist dabei gar nicht so einfach. Eltern brauchen eine finanziell stabile Basis und sie möchten ihren Kindern eine gute Zukunft bieten. Das hängt allerdings nicht zwingend mit einem Sparkonzept aus verschiedensten Finanzprodukten zusammen. 

Nauhauser FotoHerr Nauhauser, bei welchen Finanzprodukten können Familien sparen?        

Wer sich informiert, kann durchaus einige hundert Euro im Jahr einsparen. Viele Finanzprodukte wie Rentenversicherungen, Aktienfonds oder Bausparverträge werden gerne verkauft, sind aber wegen hoher einmaliger und laufender Provisionen teuer. Gut verzinste Tagesgeldkonten, die man mit Vergleichsportalen finden kann, Banksparpläne und günstige Aktienindexfonds sind oft attraktiver, weil hier keine Provision fließt. Für ein Girokonto inklusive Bankkarte und Kreditkarte muss man heute in der Regel auch kein Geld ausgeben. Der Anbieterwechsel ist einfach, wenn man die bestehenden Daueraufträge und regelmäßige Abbuchungen rechtzeitig zur neuen Bank mitnimmt.

Fernseher, Waschmaschine, Schrank – viele Produkte werden heute auf Kredit gekauft. Wie sinnvoll ist das?

Wer bar bezahlt, kann Rabatte aushandeln. Zuweilen hilft es schon, dem Verkäufer am Smartphone zu zeigen, wo es dasselbe Produkt günstiger gibt. Wer auf Pump kauft, muss damit rechnen, dass der Verkäufer eine Versicherung dazupacken will. Diese dient aber vor allem dazu, das Risiko für die Bank zu senken. Wer einen Kredit aufnimmt, muss sich darüber klar sein, dass er damit seine womöglich ungewissen Einnahmen ausgibt und sich damit in Zukunft einschränken muss. Das kann durchaus sinnvoll sein – sollte aber kein Dauerzustand sein, wenn man etwa in der Altersvorsorge noch auf einen grünen Zweig kommen will.

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Durch den Schornstein gejagt Heizungsventil apops

Heizen ist teuer. Das wissen Verbraucher nur zu gut. Zwischen 2002 und 2012 stiegen die Kosten für Heizung und Warmwasser pro Haushalt um 43 Prozent. So lautet die Antwort der Bundesregierung (18/333) auf eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Januar 2014 (18/174). Lagen demnach die Kosten pro Haushalt 2002 noch bei 748 Euro im Jahr, seien sie 2012 auf 1.070 Euro im Jahr angestiegen. (Heute im Bundestag Nr. 35)

Rund 2,8 Prozent habe 2002 der Anteil der Energiekosten am Nettoeinkommen eines durchschnittlichen Vier-Personenhaushalts betragen, im Jahr 2013 seien es schätzungsweise 3,9 Prozent gewesen.

Richtig heizen und lüften

Kein Wunder, dass viele Menschen sich keinen anderen Rat wissen, als an den Heizkosten zu sparen. Die Kehrseite: Wer wenig heizt, riskiert Schimmelbefall in seinen vier Wänden. Und das ist schädlich für die Gesundheit. Vorbeugen kann man, indem gut und regelmäßig gelüftet wird, rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Selbst in ungeheizten Räumen dürfe die Temperatur nicht unter 16 Grad Celsius liegen. Alle – auch die wenig beheizten - Räume sollten regelmäßig  und mehrmals am Tag stoßgelüftet werden, bei kalten Außentemperaturen bis zu fünf Minuten. Vor allem in Küche und Bad ist ausgiebiges Lüften wichtig – damit die Feuchte aus der Wohnung sich nicht an den Innenwänden niederschlägt und Schimmel begünstigt. Auch im Schlafzimmer ist das notwendig, denn im Schlaf wird viel Feuchtigkeit abgegeben. 

Interview: Deutschland sucht den Krippenplatz

MayaDaehneWas war die Intention das Buch "Deutschland sucht den Krippenplatz“ zu schreiben"? 

Alles fing damit an, dass ich nach fünf Jahren in den USA mit meinen zwei kleinen Kindern, die dort zur Welt gekommen waren, nach Berlin zog. Plötzlich musste ich mich mit so merkwürdigen Dingen wie pädagogischer Nutzfläche, Kindertagesförderungsgesetz und Tagespflegeverzeichnissen auseinandersetzen. Irgendwann, nach vielen wahnwitzigen Bewerbungsgesprächen für mich (auf der Suche nach einem Job) und für die Kinder (auf der Suche nach einem Kitaplatz) wurde die Idee geboren ein Buch zu schreiben über Teilzeitmamas, Vollzeitjobs, Kinder, Kitastrophen und Karriereknick.

Sie sagen, dass Sie aus den USA nach Deutschland gezogen sind. Wo ist das Leben als Mutter einfacher? Hier oder dort?

Als ich aus den USA nach Deutschland kam, dachte ich, ich bin im Kinder- und Familienparadies angekommen. Plötzlich bekamen wir Kindergeld und Elterngeld, Kinderfreibeträge und so weiter. Davon können amerikanische Familien nur träumen. In den USA gibt es noch nicht einmal bezahlten Mutterschutz. Was es dort aber im Überfluss gibt – und was ich in Deutschland sehr vermisse – ist eine kinderfreundliche Gesellschaft.

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Schein oder Sein?

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Märchen verlieren selten an Aktualität. Vor allem Hans Christian Andersens „Des Kaisers neue Kleider“ kann in vieler Hinsicht auch heute noch als Parabel gelten. Wer sich ausgibt als etwas, das er nicht ist, kann einfach weitermachen, wenn es nur genug Menschen gibt, die ihm nicht mit der Wahrheit entgegen treten.

Nun ist die Geschichte vom nackten Kaiser neu aufgelegt worden. Im Verlagshaus Jacoby &Stuart ist das Kinderbuch erschienen - mit dem bekannten Text und in ganz neuem Gewand. Die frischen und witzigen Illustrationen stammen aus der Hand von Vitali Konstantinov. Der Clou: Auf drei Seiten gibt es einen Zugmechanismus. Zieht man an der Pappe ist plötzlich zu sehen, dass in Wahrheit nichts zu sehen ist. So können Kinder verstehen, was die Betrüger und später der ganze Hofstaat vorgeben zu entdecken und was wirklich dahinter steckt.

Jacoby & Stuarts Buch ist eine amüsante und lehrreiche Neuauflage des Märchenklassikers. Es kostet 14,95 Euro und ist für Leser (oder Zuhörer und Bildergucker) ab 5 Jahren empfohlen.

Der Pflege-Bahr - die geförderte private Pflegeversicherung

Von Dr. Peter Grieble, Referent für Versicherungen bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Dr. Peter Grieble BaW

Die geförderte private Pflegeversicherung zur Absicherung der Kosten im Pflegefall ist noch jung. Erst seit einigen Monaten gibt es den so genannten „Pflege-Bahr“ und schon finden sich immer mehr Angebote der Versicherer. Und das Interesse der Verbraucher steigt. Die Idee ist durchaus gut und richtig - eine private Vorsorge für den Pflegefall von staatlicher Seite zu fördern. Das ist konsequent und im Interesse der Verbraucher –Nachbesserungen sind trotzdem angebracht.

Will sich eine Pflegeversicherung „Pflege-Bahr“ nennen, muss sie bestimmte Bedingungen erfüllen: So darf der Versicherer keine Gesundheitsprüfung durchführen, keine Risikozuschläge erheben oder Leistungen ausschließen. Es müssen Leistungen in allen Pflegestufen und bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz vorgesehen sein, in Pflegestufe 3 müssen im Pflegefall mindestens 600 Euro bezahlt werden. Der Versicherer hat auf sein ordentliches Kündigungsrecht zu verzichten, doch darf er Wartezeiten von bis zu 5 Jahren vereinbaren. Die Abschlusskosten sind gedeckelt.   

Die Förderung beträgt im Monat 5 Euro. Im Jahr werden also 60 Euro von staatlicher Seite übernommen, wenn der Verbraucher selbst mindestens 10 Euro im Monat beiträgt. Das ist nicht allzu viel, eine deutlich höhere Förderung wäre wünschenswert.

Ein wichtiges Verdienst des Pflege-Bahr ist allerdings, dass er das Thema der finanziellen Absicherung für den Pflegefall stärker bewusst werden lässt. Wie sehr das von Bedeutung ist, wird untermauert durch 2,5 Millionen Pflegefälle in Deutschland und die enormen Kosten im Fall einer Pflegebedürftigkeit.

Ganz besonders sinnvoll kann die geförderte Pflegeversicherung für Verbraucher mit gesundheitlicher Beeinträchtigung sein – denn jeder Pflege-Bahr-Tarif muss sie aufnehmen. Durch die Zulage können aber auch Kerngesunde profitieren. Manch ein Gesunder wird auch deshalb einen Vertrag abschließen, weil er damit später steigenden Beiträgen der Pflege-Bahr-Tarife solidarisch entgegenwirken kann. Gerade für gesunde Verbraucher gilt aber, dass sie sich nicht durch die Zulagen zu übereilten Abschlüssen verleiten lassen sollten. Wenn ungeförderte Pflegeversicherungen besser zu ihnen passen, sollte  auf die  Zulagen verzichtet werden. 

Tipps:

Pflege-Bahr-Tarife können zusammen mit der staatlichen Zulage konkurrenzfähige Prämien bieten – dies sollte jedoch sehr genau geprüft werden. Hier finden Sie ein paar Anhaltspunkte, die Sie vor Abschluss des Vertrages klären sollten:

1. Sind Sie bei einer Pflegebedürftigkeit ausreichend versichert? Welchen Ausgaben würden in Ihrem Fall welchen Einnahmen gegenüberstehen, wie hoch wäre die Deckungslücke?

2. Wenn Sie die Pflegekosten durch eine Versicherung absichern wollen, zögern Sie nicht mit einem Abschluss. Achten Sie unbedingt auf eine ausreichende Versicherungssumme. Die Beiträge sind in jungen Jahren deutlich niedriger als im fortgeschrittenen Alter.

3. Schließen Sie nicht gleich beim erstbesten Pflegeversicherer einen Vertrag ab! Vergleichen Sie mehrere Angebote und entscheiden Sie nach gründlicher Prüfung.

4. Bei gesundheitlichen Problemen ist ein Abschluss von ungeförderten Pflegeversicherungen oft schwierig, beim Pflege-Bahr jedoch unproblematisch. Dann drängen sich Pflege-Bahr-Angebote auf.

5. Pflege-Bahr-Tarife können zusammen mit der staatlichen Zulage konkurrenzfähige Prämien bieten – aber nicht für Jeden. Deshalb muss das im  Einzelfall genau durchgerechnet werden. 

6. Wichtiger als die Höhe der Beiträge, die zu zahlen sind, sind die Versicherungsbedingungen. Hier ein paar wichtige Fragen zur Orientierung:

- In welchen Pflegestufen wird wie viel geleistet?

- Wie können durch eine Dynamik die Leistungen erhöht werden?

- Welche Leistungsausschlüsse gibt es?

- Wie sind Auslandsaufenthalte versichert?

 

 

 

Zu Hause pflegen (Ratgeber)

Pflege zu Hause organisieren 1

Viele Menschen erleben, dass der Partner, Mutter, Vater oder gar ein Kind plötzlich  zum Pflegefall wird. Obwohl die Emotionen Achterbahn fahren muss nun schnell und konzentriert gehandelt werden. Wer übernimmt die Pflege überhaupt und wie kann das alles finanziert werden? Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat einen Ratgeber über die Pflege zu Hause herausgegeben, der pflegende Angehörige praktisch unterstützen und mit hilfreichen Tipps informieren will.

Rund 1,7 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt, weil sie es sich so wünschen. Ihre Angehörigen organisieren nun den Alltag und stellen sich meistens sehr kurzfristig auf die neue Situation ein. Der Antrag an die Pflegekasse muss gestellt und der Arbeitgeber des Pflegenden informiert werden.

Doch schnell können Angehörige an Grenzen stoßen. Weil sie nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen, weil Anträge abgelehnt werden, Widerspruch eingelegt werden muss oder die Pflege sie körperlich erschöpft.

Der Ratgeber „Pflege zu Hause organisieren. Was Angehörige wissen müssen“ richtet sich an diese Menschen und gibt sensibel und sehr informativ Hilfe zum Helfen. Er erklärt, worauf zu achten ist, was wo beantragt werden muss und gibt für den Pflegealltag praktische Tipps. Neben Formalitäten und dem Organisatorischen sind schließlich auch ganz persönliche Entscheidungen zu treffen. Schaffe ich es körperlich und seelisch, meinen Angehörigen zu versorgen? Wird es von mir erwartet, dass ich die Pflege übernehme? Wo bekomme ich Entlastung? Welche Vollmachten brauche ich, um für meinen pflegebedürftigen Nächsten handeln zu können und bekomme ich sie jetzt noch? 

Pflegestufen, Pflegegeld und Pflegesachleistungen werden ebenso erklärt wie das schwierige Thema der medizinischen Begutachtung. Was zum Beispiel ein Pflegetagebuch bringen kann, womit bei einem Besuch des Gutachters zu rechnen ist und dass das Gutachten mit dem Pflegebescheid an den Antragsteller geschickt werden kann, ist sehr hilfreich zu lesen.

Im Kapitel „Die Pflege vorbereiten“ findet der Leser Hinweise zu Beratungsstellen, rechtliche und die Versicherungen betreffende Tipps. Was beim behindertengerechten Einrichten der Wohnung zu beachten ist und wie das Pflegezimmer funktional und trotzdem heimelig für den Pflegebedürftigen gestaltet werden kann, findet sich hier. Schließlich bietet der Ratgeber Unterstützung für die tägliche Praxis. Wann sind Bettleitern notwendig und sinnvoll? Für wen können Drehscheiben zum Umsetzen genutzt werden und wie helfen Sie Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen beim Aufrichten, Gehen, beim Ankleiden oder Trinken? 

Der Ratgeber „Pflege zu Hause organisieren“ kostet 9,90 Euro und ist in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erhältlich. Sie können ihn natürlich auch bestellen (Versandkosten 2,50): Versandservice der Verbraucherzentralen, Himmelgeister Straße70, 40225 Düsseldorf, telefonisch unter 0211/3809555 oder im Internet unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

30 Minuten zur Kita sind zumutbar

Seit dem 1. August 2013 haben Kinder ab dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in der Kindertagesstätte (Kita) oder in der Kindertagespflege. In der Debatte um den Rechtsanspruch waren viele rechtlich praktische Fragen, die zwar allgemein im Gesetz kodifiziert waren, aber in der Rechtssprechung noch auf ihre konkrete Umsetzung warteten, umstritten. So auch die Frage, wann der Kita-Weg für die Eltern noch zumutbar ist.

Ein Elternpaar hatte gegen die Stadt München Klage erhoben, weil die Kita ihres dreizehn Monate alten Kindes eine halbe Stunde entfernt war und sie diesen Zeitaufwand als nicht zumutbar angesehen haben. Das Verwaltungsgericht München hat entschieden, dass ein Weg von 30 Minuten von der Wohnung sowie vom Arbeitsplatz zur Kita mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln, selbst bei mehrmaligem Umsteigen, sehr wohl zumutbar ist. 

Verwaltungsgericht München, Az. M 18 K 13.2256

"Chatten. Teilen. Schützen!" - Materialpaket für mehr Sicherheit von Kindern im Netz

Zum neuen Schuljahr hat das Bundesfamilienministerium die Webcam-Sticker "Stop! Geheim" und das Plakat "Chatten. Teilen. Schützen!" aufgelegt. Gemeinsam mit einem Eltern-Flyer sensibilisieren sie für mehr Sicherheit von Kindern in Chats und Communities.

Beim Chatten lauern auch Risiken

chattenDas Internet bietet viele Chancen und Vergnügen für Kinder. Aber es begegnen ihnen beim Chatten und in Communities natürlich auch Risiken. Vor diesen können sie sich schützen, wenn grundlegende Regeln beachtet werden. Dazu gehört zuallererst, dass Kinder nur Communities nutzen, die für ihre Altersgruppe gemacht sind. Mit diesen Regeln helfen Eltern ihren Kindern dabei, das Internet mit Spaß und ohne Angst zu nutzen.

"Du weißt nie, wer wirklich mit dir chattet. Infos können erfunden und Fotos geklaut sein", heißt es auf dem Plakat "Chatten. Teilen. Schützen!". Wer Freundschaftsanfragen von Fremden erst gar nicht annimmt oder mit den Eltern spricht, wenn sich ein Fremder aus dem Internet mit einem verabreden will, ist auf der sicheren Seite. Das Plakat gibt Kindern wertvolle Tipps zum Schutz der Privatsphäre und was bei Cybermobbing oder Anzeichen sexueller Belästigung (Cybergrooming) ratsam ist.

Die Materialien können auch von Schulklassen bestellt und dazu genutzt werden, Sicherheit in Chats und Communities im Unterricht zu thematisieren. Webcam-Sticker und die Plakate im A3 Format können an jedes Kind in der Klasse verteilt werden. Anhand des Plakats kann eine kurze Einführung zum Thema erfolgen. Gemeinsam mit dem Flyer eignet sich das Materialpaket auch für Elternabende.

Das Paket aus Plakat, Webcam-Stickern und Flyer kann kostenlos bezogen werden beim:

Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock
Telefon: 030 / 18 272 27 21
Fax: 01805 / 77 80 94*
Gebärdentelefon: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

*Jeder Anruf kostet 14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent/Min. aus den Mobilfunknetzen.

Nuno geteilt durch zwei

Nuno liebt seine ElternNuno geteilt durch zwei. Doch ab jetzt sind seine Samstage blöde Samstage – denn samstags zieht er von nun an jede Woche um. Er ist ein Trennungskind. Katze, Ski, Matratze und Schlauchboot wandern mit in Papas neue Wohnung, Nuno fühlt sich trotzdem allein und unbehaglich, obwohl sein Papa sich solche Mühe gibt, es ihm schön zu machen – „Nein, das ist wirklich keine gute Woche. Aber kann Nuno das sagen? Nein! Weil der Papa nämlich sonst traurig ist. Wo er doch so sehr will, dass Nuno gern bei ihm ist. Also sagt Nuno nichts. Aber Spaß macht es keinen.“

Auch seine Mama gibt ihr Bestes, sie streicht sein Zimmer, repariert seine Gitarre und macht die Hausaufgaben mit ihm. Glücklich ist Nuno trotzdem nicht. Doch allmählich gewöhnt er sich an sein neues, geteiltes Leben. Er gewinnt unerwartet eine ältere Freundin und schließlich nimmt er seinen Mut zusammen und bittet seine Eltern, einem kleinen Experiment zuzustimmen…

„Nuno geteilt durch zwei“ beschreibt liebevoll und realistisch die Welt eines Trennungskindes: Den Spagat zwischen zwei Welten, den Kummer, die Vorteile, die Strategie, mit der Realität umgehen zu müssen. Es erzählt auch vom Wachsen eines Kindes in einer schwierigen Situation und dass es gelingen kann, das Beste daraus zu machen.

Das sehr schön erzählte Buch von Saskia Hula und Eva Muszynski (Illustrationen) ist bei mixtvision erschienen und kostet 12,90 Euro.

 

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