Tipps für Familien

In dieser Rubrik veröffentlichen wir unregelmäßig Tipps für Familien aus allen Lebensbereichen. Schauen Sie doch mal rein und wenn Sie einen guten Tipp haben, der hier veröffentlicht gehört, dann schreiben Sie uns einfach: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Ohne Partner ein Kind großziehen

AlleinerziehendGemeinsam eine Familie zu gründen – das ist der Plan vieler Paare. Wenn die Beziehung der Eltern aber scheitert oder vielleicht nur kurz bestanden hat, muss im Sinne des Kindes viel geklärt werden. Wie Alleinerziehende das Beste aus der rechtlich und finanziell schwierigen Situation machen können, steht im Ratgeber „Alleinerziehend. Unterhalt, Sorgerecht, finanzielle Hilfen“. Das Handbuch der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beantwortet unter anderem Fragen zu Mutterschutz, Unterhalt, Sorgerecht, Kindergeld, finanziellen Hilfen, Elternzeit und Elterngeld oder Sozialversicherungen. Die Autoren sind Experten: Dr. Astrid Götz ist Richterin am Sozialgericht und Martin Wahlers ist Fachanwalt für Familienrecht.

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Mein Handy, meine Welt

Schau hin HandyLiegt unterm Tannenbaum ein Handy, ist die Freude sicher riesig groß. Wenn es allerdings nicht mehr aus der Hand gelegt wird, platzt vielen Eltern schnell der Kragen. Am Frühstückstisch, auf dem Schulweg, auf dem Klo – ständig sind die Kinder und Jugendlichen „on“. Sie haben Angst, etwas zu verpassen. (FOMO heißt das auf Englisch und kommt von „Fear of missing out“.) Statt einen Blick ins Gesicht des eigenen Kindes werfen zu können, erwischt man oft höchstens den Hinterkopf des Lieblings. Wie schaffe ich es also, das Kind Teil seiner Chat-Gruppen sein zu lassen und gleichzeitig zu verhindern, dass es keine Sekunde am Tag ohne Handy leben kann?

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Geförderter Familienurlaub

Familienurlaub3 cc0 lizenz 800Keine Termine, viel Natur und Zeit, Zeit, Zeit – Urlaub ist für viele Familien eine willkommene Gelegenheit, um Kraft zu tanken und die leeren Akkus wieder aufzuladen. Und das ist angesichts der familiären, beruflichen und organisatorischen Herausforderung oft sehr nötig. Nicht nur, wer sich das Reisen problemlos leisten kann, braucht Ferien vom Alltag. Familien mit geringen Einkommen oder besonderen Belastungen müssen zusätzliche Aufgaben bewältigen. 

Für bestimmte Zielgruppen bietet Familienerholung auch spezielle Angebote: Großeltern-Enkel-Freizeit, Naturfreizeiten, Vater-Sohn-Projekte, Mutter-Tochter-Angebote. Neben der Entlastung der Eltern werden in Familienferienstätten auch Bildungsangebote bereitgehalten: Themen wie Ernährung, Medien, Konfliktbearbeitung, Bewegung, aber auch Spielangebote und Musik sorgen auf Wunsch für bereichernde Erfahrungen. Bei knapper Familienkasse können Zuschüsse beantragt werden. Sie sind allerdings Ländersache. Voraussetzungen und Fördersumme sind abhängig von den jeweiligen Regelungen des Bundeslandes. Seit Jahren ziehen sich immer mehr Länder aus der Förderung der Familienerholung zurück: So werden in Nordrhein-Westfalen (seit 2002), Baden-Württemberg (2005), Hamburg (2011), Hessen und Schleswig-Holstein (2011) Familienerholungen derzeit nicht mehr finanziell bezuschusst.

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DFV-Familie: “elternklagen” kompakt erklärt

DFV FamIm Februar 2015 machten der Deutsche Familienverband (DFV) und der Familienbund der Katholiken (FDK) Nägel mit Köpfen: Die zwei größten Familienverbände Deutschlands starteten eine Kampagne für familiengerechte Beiträge in den Sozialversicherungen.

238 Euro je Kind und Monat zahlen Eltern zuviel in die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung ein, weil die Sozialversicherung einen grundlegenden Konstruktionsfehler hat: sie benachteiligt Familien. Das hat das Bundesverfassungsgericht bereits 2001 erkannt und den Gesetzgeber aufgefordert Familien zu entlasten – passiert ist bis heute nichts.

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Schau hin! Digitale Spiele für Kinder im Urlaub 

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Ferienzeit ist Reisezeit - doch für Kinder scheint die Fahrt oft unendlich lang. Elektronische Spiele versprechen Ablenkung. Der Medienratgeber „SCHAU HIN!“ empfiehlt die Zeit vor dem Gerät zu begrenzen, Spiele gut auszuwählen und sich die Zeit auch ohne Medien zu vertreiben.

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Buchtipp: Vom Leben und Sterben

Der Ernst des Lebens macht auch keinen SpaLenny hat seinen Bruder verloren - und seinen Helden. Jakob hatte einen Unfall, beim Wandern ist er abgestürzt, sein Körper bleibt noch am Leben, sein Gehirn ist tot. Als das Beatmungsgerät abgestellt wird, fallen seine Eltern in Starre. Was jetzt beginnt, ist ein Albtraum für Lenny. Der 16-Jährige macht sich auf die Suche nach dem Warum, nach seinem großen Bruder - und nach sich selbst. „Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß“ ist ein zugleich tieftrauriges, berührendes und authentisches Buch.

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Filmtipp: Der Traum vom perfekten Kind

Traum vom perfekten KindEine Schwangere ist guter Hoffnung, sagte man noch vor einigen Jahrzehnten. In der hochtechnisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts haben werdende Mütter vor allem eines: Angst vor Krankheiten, Missbildungen und genetischen Defekten ihres Babys. Der Wunsch nach einem gesunden Kind ist so alt wie die Menschheit. Doch heute können wir Kinder „aussortieren“, die vorgeburtlich per Ultraschall, Bluttest oder Fruchtwasseranalyse diagnostiziert werden. Um Missverständnissen vorzubeugen: Wer hat das Recht, Menschen zu verurteilen, die sich gegen ein vermutlich krankes Kind entscheiden? Die Entscheidung, ein Kind zu bekommen, ist und bleibt zutiefst persönlich.

Immer neue Untersuchungsmethoden allerdings lassen jene Eltern in fragwürdigem Licht erscheinen, für die eine Abtreibung ihres Kindes – aus welchem Grund auch immer - nicht in Frage kommt. Der Film „Der Traum vom perfekten Kind“ von Patrick Hünerfeld versucht, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Das Team begleitet zwei Paare, die sich bewusst für einen Test auf genetische Krankheiten des Fötus entscheiden. Beide Elternpaare können sich nicht vorstellen, ein krankes Kind zu bekommen. Vor allem die Aussicht auf ein Baby mit Down-Syndrom macht ihnen Angst. Eine weitere Familie verzichtet bewusst auf den Gentest.

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Trauma Heimerziehung: Frist läuft bis Jahresende

Zwischen 1949 bis 1975 lebten etwa 700.000 bis 800.000 Kinder und Jugendliche in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen in der Bundesrepublik Deutschland. Viele ehemalige Heimkinder wurden traumatisiert. Der "Fonds Heimerziehung West" will Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in Heimen der Bundesrepublik untergebracht waren und noch heute an den Folgen erlittener Misshandlungen leiden, unterstützen. Auch wenn eine Minderung der Rentenansprüche aus dieser Zeit droht, kann der Fonds unterstützen. Erlittenes Unrecht soll durch die Errichter des Fonds - das sind der Bund, die westdeutschen Länder und die Kirchen - gesehen und anerkannt werden. Ein Rechtsanspruch besteht aber nicht.

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Samu: Geliebter Igel ohne Stacheln

Cover Samus ganzer StolzSamu ist ein glücklicher kleiner Igel. Er hat Freunde, ist klug und charmant. Doch eines Tages fallen seine Stacheln aus. Einfach so, erst einzeln, dann büschelweise. Immer größere Löcher entstehen in seinem Stachelkleid. Selbst bittere Medizin und die Hoffnung helfen nicht weiter, das macht Samu traurig und einsam im Herzen. Was, wenn er nie ein Igelmädchen findet, das mit ihm eine Familie gründen möchte?

So viel sei verraten: Am Ende des wunderschön illustrierten Kinderbuchs von Jacqueline und Daniel Kauer fühlt sich Samu pudelwohl. Und er ist nicht allein! Die beiden Schöpfer des kleinen Igels haben mit dem Buch „Samus ganzer Stolz. Ich bin anders. Na und?“ ein Zeichen setzen wollen für Toleranz und Akzeptanz. Ihr gemeinsamer Sohn erkrankte mit vier Jahren an kreisrundem Haarausfall. Was die Krankheit verursacht, ist noch nicht erforscht. Die Autoimmunkrankheit ist vor allem äußerlich sichtbar – Betroffene leiden unter dem „Anderssein“ und den auffälligen kahlen Stellen auf dem Kopf. „Samus ganzer Stolz“ will allen Menschen Mut machen, zu sich zu stehen, wie sie sind.

Das Buch ist bei kaleabook erschienen und kostet 20 Euro. Es richtet sich an Kinder ab vier Jahren.

"Die Kindheit ist unantastbar!"

Die Kindheit ist unantastbar kleinEltern wollen für ihr Kind nur das Beste. Es mag bizarr klingen, wenn sie bei der Besichtigung einer Kita nach Sprachkursen, Instrumentenunterricht oder der Computerausstattung fragen. Sind Sie überambitioniert und wollen ihre Sprösslinge zum Multitalent drillen? Verhalten sich Eltern, die weniger Wert auf die viel beschworene „frühkindliche Bildung“ legen, dagegen unverantwortlich? Woher kommt der Drang, möglichst schon Kleinkinder in Krippen und Kitas mit wissenschaftlichen Inhalten zu füttern? In seinem Buch „Die Kindheit ist unantastbar. Warum Eltern ihr Recht auf Erziehung zurückfordern müssen“ macht sich Autor und Kinderarzt Herbert Renz-Polster auf die Suche nach Antworten. 

Unsere Gesellschaft ist schnelllebig, sie soll flexibel sein und effizient. Kein Wunder, dass die „Kardinaltugenden“ unserer Zeit eine möglichst rasche sprachliche und kognitive Entwicklung, möglichst frühe Autonomie und Durchsetzungsvermögen sind, wie der Autor schreibt. „Auf der Erziehungsagenda der bürgerlichen Mittelschicht sind damit genau die persönlichen Qualitäten gelandet, die in der globalisierten Wirtschaft als die entscheidenden Produktivitätsressourcen gelten. Mit anderen Worten: Das Kind soll fit werden für den Wettbewerb.“

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Kinderkleidung von Discountern enthält umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien

Kinderkleidung und Kinderschuhe von Aldi, Lidl, Rewe und Tchibo enthalten eine breite Palette gefährlicher Chemikalien. Dies ergibt eine neue Greenpeace-Untersuchung von 26 Produkten.

In mehr als der Hälfte der Proben fanden unabhängige Labore umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien oberhalb der Vergleichs- und Vorsorgewerte. Einige dieser Stoffe gelten als krebserregend, schädigen die Fortpflanzung oder die Leber. Während das Tragen dieser Kleidungsstücke nicht unmittelbar die Gesundheit schädigt, gelangen die Chemikalien über Produkte und Fabriken in Umwelt und Nahrungskette. In China sind bereits zwei Drittel der Gewässer mit schädlichen Chemikalien verschmutzt.

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Das Wagnis Leben

18-Plakat-kleinFabienne, Lisa, Steffi und Laura wurden mit 14 Jahren schwanger. Die Berliner Regisseurin Cornelia Grünberg hat die jungen Frauen seitdem mit der Kamera begleitet. Ihr Dokumentarfilm „14 – Erwachsen in neun Monaten“ zeigte 2013 in ehrlichen Bildern den Kampf um die Entscheidung für oder gegen die Abtreibung, den Alltag der werdenden Mütter, ihrer Familien und den Weg der Babys ins Leben. Nun ist der zweite Film der Reihe 14-18-28 erschienen. „18 – Wagnis Leben“ ist eine Bestandsaufnahme der Situation, in der die jungen, jetzt volljährigen Frauen, leben. 

Glück und Überforderung, Ehrgeiz und Scheitern bestimmen den Alltag. Weil die vier Mütter so jung sind, fühlen sie sich oft isoliert und abhängig. Und ihre Mitschüler haben ganz andere Dinge im Kopf als das verantwortungsvolle, kräftezehrende Leben mit einem Kleinkind. Die vier gehen an ihre Grenzen, aber sie geben nicht auf. Sie kämpfen sich voran - die eine in kleinen, die andere in größeren Schritten. Ihre Wege könnten unterschiedlicher nicht sein.

Weiterlesen: Filmtipp: 18 - Das Wagnis Leben

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