Peter Beyer: "Ohne Familien hat unsere Gesellschaft keine Zukunft!"

Peter Beyer: „Ohne Familien hat unsere Gesellschaft keine Zukunft!“

20160807 002 Kindertag HB kleinDas Engagement für Familien ist  in Bremen ein wichtiges und manchmal schwieriges Geschäft. Peter Beyer ist Vorsitzender des DFV in der Hansestadt. Seit 31 Jahren engagiert sich der ambitionierte und quirlige Bremer für Familien und ihre Belange. Doch die politischen Umstände sind derzeit alles andere als förderlich. „Nicht einmal eine Familiensenatorin gibt es in Bremen! Stattdessen rangieren Familien und ihre Belange irgendwo ganz weit hinten“, beklagt er. Aus diesem Grund schrieb Beyer im September 2016 der Bremer Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport, Anja Stahmann, einen Brief, um mehr Bewusstsein und Unterstützung für Familien einzufordern. „Die Familie ist die Keimzelle unserer Gesellschaft. Jede und Jeder stammt aus einer Familie und ohne Familie hat unsere Gesellschaft keine Zukunft.“

In der Verteilung der Ressorts im Bremer Senat komme Familie aber nicht vor, kritisierte er in seinem Schreiben. Beyer forderte die Senatorin auf, die Familie stärker ins Zentrum der Politik zu rücken und das Ressort um „Familie“ zu ergänzen. Doch die Reaktion aus dem Senat fiel wenig hilfreich aus. Familienpolitik sei ein Querschnittsthema und „auch wenn Familie nicht drauf steht“, sei in den senatorischen Behörden „viel Familie drin“, hieß es. „Familien bleiben also weiter im Hintergrund“, ärgert sich der Bremer DFV-Chef .

Peter Beyer weiß, wo Familien in der Hansestadt der Schuh drückt. Und sie haben es oft schwer, denn vielen Familien bleibt nicht das Nötigste zum Leben. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass der Anteil der minderjährigen Kinder in Familien im Hartz-IV-Bezug wächst. Mit knapp 32 Prozent liegt er in Bremen – nach Berlin - höher als in jedem anderen Bundesland.

20160807 005 Kindertag HB kleinEs muss also dringend ein Weg her, um Familien konkret zu unterstützen. Ein tolles Beispiel ist der Bremer Kindertag, an dem sich der DFV beteiligt: Mit Spielen und liebevollen Aktionen für die Kleinen und Informationen und Tipps für die Großen. Welche Themen den Familien am meisten am Herzen liegen, fand der DFV mit Hilfe einer Postkartenaktion heraus. Vor allem die Themen Bildung (Schule), Betreuung und Finanzen beschäftigen Mütter und Väter. Immer wieder geht es in Gesprächen darum, die Eltern schlau zu machen und über politische „Märchen“ aufzuklären. So zum Beispiel über die 200 Milliarden Euro, die das Bundesfamilienministerium angeblich jährlich für Familienförderung ausgibt - die tatsächlich doch nur zu einem Viertel Förderung sind. Um die Bedeutung von Kindern für unser Rentensystem erfahrbar zu machen, spielten die Bremer Ehrenamtler mit den Familien „Rente sich wer kann!“.

Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern ist eine Herausforderung. So können viele unterstützende und hilfreiche Angebote nur entstehen und überleben, wenn sich freiwillige Helfer finden. Wie zum Beispiel für das Flüchtlingsprojekt, das gemeinsam mit dem Förderverein „Lür-Kropp-Hof“ auf die Beine gestellt wurde. Um den geflohenen Kindern, Frauen und Männern ein bisschen Freude zu bringen, luden die „Spieltage“ zu Brettspielen, Kicker, Tischkegeln und zum Malen ein. Und rund 50 Menschen zwischen drei und 70 Jahren kamen. Sie erhielten außerdem eine warme Mahlzeit und fanden offene Ohren bei den rund 12 bis 15 Helfern. Doch nach sechs Veranstaltungen fanden die Organisatoren nicht mehr genug freiwillige Unterstützer und auch die Finanzierung stellte den Verband vor zu große Probleme. So musste ein tolles und integrierendes Projekt eingestellt werden.

Umtriebig und trotz weniger Ressourcen versuchen die Mitglieder des DFV dennoch konsequent, für familienpolitische Themen zu werben und die Menschen zu interessieren. Infomaterial wird an Kitas verteilt, die Verbandszeitschrift „DFV Familie“ in Kinderarztpraxen ausgelegt. So versuchen die Bremer auf verschiedenen „Kanälen“, neue und engagierte Mitstreiter zu gewinnen.

Der neueste Coup ist eine mögliche Zusammenarbeit mit der Deutschen KindergeldStiftung. Wer finanziell nicht auf das Kindergeld angewiesen ist und es der Stiftung spendet, unterstützt wichtige Projekte in Bremen. Zum Beispiel „ENTER“ (ENTdecken und ERzählen): Hier geht es um die Förderung von Kindern in Kita und erster Grundschulklasse in den Bereichen Sprache und Mathematik. Bilderbücher, Hörspiele und Mathe-bezogene Spiele können von Kindern und ihren Familien ausgeliehen werden. Geschulte Betreuer motivieren und begleiten die Eltern. Aber auch die Bereiche Sport, Integration und Teilhabe werden durch die Stiftung unterstützt.

Und auch in ungewöhnlicher Form versteht der Bremer DFV-Landeschef den Finger in die Wunde zu legen. Gerade wurde er vom Bremer Karnevalsverein Rot-Weiß zum Ritter geschlagen. Als „Lächelnder Roland“ ist er nun für zwölf Monate der Hüter von Freiheit und Recht in der Hansestadt. Und Peter Beyer nutzt sein Amt, um auf die Schieflage in unserer Gesellschaft hinzuweisen, wo Familien als Bittsteller statt als Leistungsträger wahrgenommen werden.

 MG 4879Für Peter Beyer steht fest: Familien gehören in den Mittelpunkt der Gesellschaft. Und das nicht nur, weil sie wichtige Leistungsträger sind, sondern auch d i e Keimzelle und das soziale „Öl im Getriebe“ unserer Gemeinschaft. Am liebsten würde er eine Demonstration auf die Beine stellen, die dem Unmut über die mangelnde Gerechtigkeit gegenüber Millionen Familien Ausdruck verleiht. Was es aus seiner Sicht braucht ist ein Sofortprogramm, das die Menschen wach rüttelt. Familie ist ein Zukunftsmodell, das anerkannt und gefördert werden muss!

Doch der frühere Unternehmer weiß auch, dass Politik ein Geschäft ist, in dem sich langer Atem bezahlt macht. Also gilt weiterhin: Dicke Bretter müssen gebohrt werden. Und dazu braucht es engagierte Mitstreiter! Wer sich in Bremen für die Zukunft engagieren will, ist Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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