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Förderung für ungewollt kinderlose Paare wird aufgestockt

Durch die Unterstützung des Bundes kann Sachsen-Anhalt seine Förderung für ungewollt kinderlose Paare bei der Finanzierung von Maßnahmen ausweiten. Ab sofort können Paare für den ersten bis dritten Versuch einer künstlichen Befruchtung eine Unterstützung von bis zu 900 Euro je Zyklus beantragen. Insgesamt stellt Sachsen-Anhalt in diesem Jahr rund 300.000 Euro zur Verfügung, der Bund gibt noch einmal 200.000 Euro dazu. Eine entsprechende Bund-Land-Vereinbarung ist jetzt von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Sachsen-Anhalts Minister für Arbeit und Soziales, Norbert Bischoff, unterzeichnet worden. 

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Fortbildung zum Anti-Gewalt Berater

DFV MannsbildFortbildung für Pädagogen: “Erde an Mannsbild” – Beratung und sozialpädagogische Arbeit mit Männern und Jungen


Egal , ob in Jugendeinrichtungen, Schulen, Wohngruppen oder anderen pädagogischen Einrichtung tätig – es lohnt sich, auf Jungen und Männer zuzugehen, ihnen sozialpädagogische Angebote zu unterbreiten und sie in Notsituationen wirksam zu beraten. Mit Blick auf Gewaltprävention sollten wir auch die vermeintlich „harten Kerle“ unter ihnen nicht außen vor lassen, wenn es um Selbstwahrnehmung, Umgang mit Gefühlen und Kommunikation in Konflikten geht.

Das Konzept der Fortbildung des Deutschen Familienverbandes - Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. beruht auf dem Erfahrungsschatz von mittlerweile fast 15 Jahren Arbeit bei ProMann – einer Beratungsstelle für Gewalt anwendende Männer und Jungen in Magdeburg und Halle.

Vermittelt werden sowohl grundlegende beraterische Fähigkeiten als auch Methoden sozialpädagogischer Gruppenarbeit – immer mit Blick auf männliche Rollenidentität(en) und Fragen geschlechtsspezifischer Sozialisation. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der inneren Haltung, mit der wir den Männern und Jungen begegnen möchten und auf der Auseinandersetzung mit den jeweils eigenen Männerbildern, welche unser Denken, Sprechen und Handeln beeinflussen.
Neben der Vermittlung von Wissen und methodischem „Handwerkszeug“ legen wir großen Wert auf praktisches Üben, Selbstreflexion und das Lernen im Dialog innerhalb einer Gruppe.

Bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildung erhalten Sie ein Zertifikat für die Tätigkeit als Anti-Gewalt-Berater in pädagogischen Einrichtungen.

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Familie mit Kindern nach hinten?

Kind mit Flugzeug Igor YarutaDas Reisen mit Kindern ist ein Abenteuer, denn wenn Familien sich in Bewegung setzen, braucht es viel und gute Organisation, damit alle alles bei sich haben. Mitreisende sehen dem Spektakel inzwischen oft missmutig zu: Zu laut, zu frech, zu nervig. Dass man sich mit Kindern unbeliebt macht, ist ein unerfreulicher Trend – vor allem und vielleicht gerade, weil sie doch allmählich zu einer seltenen Spezies werden. An kinderfreie Hotels haben wir uns fast schon gewöhnt. Nun werben auch Fluggesellschaften mit dem fragwürdigen „Service“: Kinderfreie Kabinenbereiche sollen den Flug noch angenehmer machen. Die asiatische Scoot Airlines bietet dieses Extra für 14 Dollar Aufpreis pro Flug.

Die fünf ersten Reihen der Economy-Klasse stehen nun ausschließlich Menschen über 12 Jahren zur Verfügung, zehn Zentimeter mehr Beinfreiheit inklusive. ScooitinSilence heißt die Devise, oder „Familien und ihre nervigen Kinder sitzen hinten!“. Andere Fluggesellschaften blasen bereits ins gleiche Horn: Singapore Airlines nennt es nicht so, bietet aber Extra-Sitze, die ausschließlich ab 18 Jahren gebucht werden können. Und auch Malaysia Airlines offeriert „non-infant“-Bereiche.

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Mieten - Wohnen ist Luxus!

Wohnen in Deutschland ist für Familien teuerWo soll das eigentlich noch hingehen? Bezahlbarer Wohnraum ist heute in einigen Städten Deutschlands „heiße Ware“. Bei Besichtigungsterminen drängeln sich die Bewerber und versuchen, den Vermieter oder Makler auf die eine oder andere Weise von sich zu überzeugen. Und währenddessen explodieren die Mieten vielerorts.

Familien haben es da oft besonders schwer. Sie brauchen genug Raum und einen der Lebenssituation angemessenen Schnitt der Wohnung – eine Wohnung mit großzügiger Galerie oder zwei Zimmer auf 90 Quadratmetern helfen ihnen nicht weiter. Eine Studie der empirica AG im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hat nun untersucht, welche Auswirkungen die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt für Familien hat - vor allem, wenn das Einkommen niedrig ist. Für 38 Beobachtungsräume und die 100 einwohnerstärksten Städte in Deutschland liegen Ergebnisse vor, die auch den regionalen Bezug von Einkommen, Einkommensarmut und Wohnungspreisen berücksichtigen.[1]   

Was bleibt einer vierköpfigen Familie nach Abzug der Miete? Oftmals weniger als Hartz IV

Was bleibt einer vierköpfigen Familie nach Abzug der Miete, wenn sie über weniger als 60 Prozent des ortsüblichen mittleren Einkommens verfügt? Laut Bertelsmann Stiftung ist das in 60 der 100 untersuchten Städte weniger als das Geld, das eine Familie mit Hartz IV-Bezug zur Verfügung hat. Als Modell dient eine Familie mit zwei Kindern im Alter zwischen 0 und 7 Jahren sowie 7 und 14 Jahren. „Familien aus der unteren Mittelschicht und oberen Unterschicht geraten in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt finanziell stark unter Druck“, kommentiert Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. „Armut muss in Deutschland stärker regional erfasst und bekämpft werden.“

Vor allem in Städten oder Regionen, wo Wohnraum knapp und deshalb teuer ist, wird es für Familien finanziell eng. Konkret und laut Studie heißt das: Einer Modellfamilie in Jena bleiben nach Abzug der Miete 666 Euro im Monat. Das verfügbare Einkommen liege damit 43 Prozent unter der staatlichen Grundsicherung (1.169 Euro). Die Studentenstadt wächst, bezahlbare Wohnungen seien Mangelware. Auch in Frankfurt/Main, Freiburg oder Regensburg landeten einkommensschwache Familien deutlich unter Hartz IV-Niveau (37, 33 und 26 Prozent). Jeder zweite Euro müsse für die Miete aufgewendet werden.

Einkommen und Mieten können in manchen Regionen allerdings auch ein unaufgeregtes Verhältnis haben. Die Studienmacher zitieren Heilbronn, wo der Modellfamilie bei guten Durchschnittsgehältern und einem entspannten Wohnungsmarkt monatlich 1.941 Euro bleiben - 66 Prozent mehr als die staatliche Grundsicherung. Ähnlich sehe es in Iserlohn, Witten und Bergisch-Gladbach aus. In Iserlohn und Witten müssten Familien nur jeden fünften Euro für ihre Miete ausgeben.

Der bundesweite Durchschnittswert, den eine Familie fürs Wohnen ausgebe, liege bei gut 30 Prozent des Einkommens. In diesem Segment tendiert das Wohnungsangebot in vielen Städten allerdings gegen null, heißt es in der Studie. In Frankfurt/Main, Konstanz oder Potsdam könnten sich Familien mit niedrigen Einkommen von allen familiengerechten Angeboten nur jede hundertste Wohnung leisten. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass sie sie auch bekommen.

Wohnen ist Armutsrisiko für FamilienFazit der Studie - Wohnen kann Armutsrisiko sein

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass einkommensschwache Familien – obwohl sie nicht als arm gelten – angesichts der lokalen Mietkosten unter die Armutsschwelle geraten können. Sie müssten einen höheren Anteil ihres Einkommens für die Miete zahlen, als andere Haushalte. Da das Geld nicht reiche, bliebe ihnen nur, in günstigere und oft entlegenere Gegenden ziehen.

Armut ist unbestritten ein Entwicklungsrisiko. Wer nicht genug Geld zum Leben hat, habe meist auch zu wenig, um Kultur- und Bildungsangebote wahrzunehmen. Vor allem für Kinder habe das gravierende Folgen, sagt Jörg Dräger. „Armut beeinträchtigt das Aufwachsen von Kindern. Wir müssen vor Ort genauer hinschauen, welche Familien mit Kindern mehr Unterstützung für gute Bildungs- und Entwicklungschancen benötigen.“ Die Konzentration der Armut auf einzelne Quartiere führe zu einer sozialen Ausgrenzung im gesamtstädtischen Zusammenhang. Dies sei für Kinder und Jugendliche spürbar.

Damit sie gut aufwachsen können, brauche es das Engagement der Kommunen. Kurzfristig müsse analysiert werden, wie es um den jeweiligen städtischen Wohnungsbau stehe, um Engpässe für verschiedene Zielgruppen zu erkennen und darauf reagieren zu können. Ein Blick auf die verschiedenen Stadtviertel sei wichtig, um kleinräumige Entwicklungen sichtbar zu machen.

Und nun?

Hohe Mietkosten und das Abdrängen Einkommensschwächerer an den Stadtrand sind das Eine. Dass Familien so wenig Geld in der Haushaltskasse haben, hat aber weitaus mehr Gründe. Und die gilt es, endlich aus dem Weg zu schaffen:

Familien müssen die Möglichkeit haben, ihre Existenz selbst zu sichern und für sich zu sorgen. Auf das selbst erwirtschaftete Existenzminimum aller Familienmitglieder darf vom Staat nicht über Steuern und Abgaben zugegriffen werden. Es ist schon traurig genug, dass das Existenzminimum eines Kindes künstlich niedrig gerechnet wird. So hält die Bundesregierung für ein Kind eine Wohnfläche von 12qm zu einem Mietpreis von 6,32 EUR/qm für angemessen (9. Existenzminimumbericht). Familien, die nicht in der Lage sind, das Existenzminimum ihrer Kinder zu erwirtschaften, muss geholfen werden – so gibt es das Sozialstaatsgebot vor.

 

Link zur Studie



[1] Die Studienergebnisse basieren auf Sonderauswertungen des Mikrozensus 2011, die Daten zu den Wohnkosten auf einer Sonderauswertung der empirica-Preisdatenbank.

Foto: Flickr / Nozav; Bertelsmann Stiftung (Karte)

 

Unsere Stimmen zur Familienpolitik

Wir werden die Programme der Parteien zur Bundestagswahl 2013 einem "Familien-TÜV" unterwerfen. Grundlage sind Forderungen unseres Bundesverbandstages und "Ideen für ein kinderfreundliches Land" unserer Fachtagung "Zeit für Familie". 

Wichtigste Handlungsfelder sind eine gerechte Sozialversicherung, finanzielle Entlastungen für Familien, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie das Familienwahlrecht.

  

Unsere Stimmen verkörperten:

  • Dr. Albin Nees, Präsident des Deutschen Familienverbandes a.D. / Staatssekretär a.D.
  • Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D. / Kuratoriumsvorsitzende des Deutschen Familienverbandes
  • Dietmar Herold, Stellv. Vorsitzender DFV-Gunzenhausen
  • Christiane Lambrecht, Sprecherin Aktionsbündnis Familie
  • Peter Beyer, Vorsitzender DFV-Landesverband Bremen
  • Almut Patt, Stadträtin und Familienrechtsanwältin
  • Eva Maria Jensen, Vorsitzende DFV-Landesverband Berlin a.D.
  • Jutta Staudt, Vorsitzende DFV-Landesverband Sachsen a.D.
  • Martina Nees
  • Cornelia Spachtholz, Sprecherin AK Familie im Kölner Bündnis für Familien
  • und andere ... 

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Der Deutsche Familienverband (DFV) ist der größte bundesweite Zusammenschluss von Familien, deren Interessen der DFV auf der kommunalen wie Landes- und Bundesebene vertritt. Der DFV ist parteipolitisch und konfessionell nicht gebunden und steht allen Familien in Deutschland und allen am Wohl der Familie Interessierten
zur Mitgliedschaft offen.

Nehmen Sie Kontakt auf!

Deutscher Familienverband e.V.

Seelingstraße 58
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Fon 030 - 30 88 29 60
Fax 030 - 30 88 29 61
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